„Gefallen“

Ein SchwurDurch Blut geeidGelobt mit Liebe NurAus unser beider Venen FlussAuf Lebenszeit und EwigkeitEin KussIn stürmisch dunkler NachtBrach des Lobes SchwertDurch zornentbrannte WutGewissensloser MachtZu Boden fiel mein HerzEin SchmerzIn Scherben lag es daZum SterbenAuf kalter Erde nunStill; zerbrochenAllein durch deinet WillenGefallen was einst versprochen  

weiterlesen …

„Schlaflos“

  Ich komme nicht zur Ruhe. Wilde Gedanken treiben sich in meinen Kopf herum, wie die Seelen ertrunkener Seeleute in den dunklen Tiefen der Meere. Es rattert in meinem Gehirn, wie ein Zug mit vollbeladenen Kohlewaggons auf alten Schienen und undefinierbare Bilder machen gazellenartige Sprünge durch Zeit und Raum. Polaroidfotos aus all meinen Zeiten und Taten und Drängen kommen und[…]

weiterlesen …

Angewidert

Bei Möwen und bei SchnapsSaß ich in aller Frühe an der PierVon Wind und Wetter angewidertAm meisten jedoch von mirDem Leben leichter Nacht entglittenSchlug es mich in graue HafenweltAls mein trunken‘ SpiegelbildUnverhofft ins Wasser fälltGedankenlos mach ich ein‘ SatzUnd springe hinterherFind‘ keinen Halt im trüben NassDie Stiefel werden schwerMein schwacher Leib hat Leck geschlagenIch spüre wie ich sinkeDa lacht mein[…]

weiterlesen …

Ich, Ikarus

Trunken voller ÜbermutBeflügelt durch des Wahnsinns SchwingenWollt ich den Flug gen Himmel wagenMich in die Lüfte bringenIn Eifer, Taumel, Freudentanz und blinder IgnoranzAuf, auf, hinauf; In Drang und TatNoch höher hinauf und immer höherIn selbstverliebter EigenartSteig ich wie ein Vogel auf und …Fliege! Ein Traum wird wahrNiemals je war ich dem Himmel so nahDoch weh, weh mir, welch‘ NarrentatHält dieser[…]

weiterlesen …

Ein Gedankenbericht über London

Mein Flieger landete unsanft. Nicht Heathrow. Etwas weiter außerhalb. Nachts.Jetzt begann das Abenteuer „London“. Den Leihwagen hatte ich via Internet angemietet. Die Formalitäten am Schalter mit der netten Britin schnell geklärt. „Sind sie Amerikaner?“„German.“„Ihr Akzent? Wie ein Amerikaner.“ Es lag wohl daran, dass ich müde war.Danach zum Parkplatz. Tausende von Leihwagen. Irgendwann fand sich das von mir gemietete Fahrzeug. Ein[…]

weiterlesen …

„Meeressymphonie“

… und das Meer scheint unermüdlich und unbeirrbar, und es formt immer neue Kronen aus Gischt zu wilden Gesichtern, und es krönt sich wieder und wieder selbst, und aufs Neue. Es dirigiert und komponiert Geräusche und Formen und Farben zu einer Symphonie, die Chopin tief beeindrucken würde. Es schüttelt sich und rollt wie Beethoven, schäumt fast schon über vor unbändiger[…]

weiterlesen …

Stadt bei Nacht

Wenn es Nacht wird in der Stadtwenn das Schwarz ersetzt das Blaufällt frischer Schnee auf kalte Scheibenwerden alle Katzen grau Wenn die Stadt ins Dunkel fälltLichterfest den Weg erhelltkomm‘ böse Jungs aus den Versteckenwollen frische Wunden lecken Wenn es Nacht wird in der Stadtwerden leichte Mädchen munterauf der Suche nach dem Glückhol’n sie den Männern einen Drink Wenn die Stadt[…]

weiterlesen …